FAQ

Häufige Fragen

Antworten zu Aufträgen, Preisen, Ablauf und ein eigener Block pro Maschine. Falls deine Frage nicht dabei ist, schreib mir kurz, ich antworte meistens am gleichen Tag.

Allgemeines zu Aufträgen

Was kostet ein Auftrag bei dir?
Pauschal lässt sich das schwer sagen, weil jedes Projekt anders ist. Der Preis setzt sich grob aus drei Teilen zusammen: Material, Maschinenzeit und (falls nötig) Designaufwand. Kleinere Sachen wie ein gravierter Schlüsselanhänger oder ein einfacher 3D-Druck starten im einstelligen Eurobereich, größere oder komplexere Projekte werden individuell kalkuliert. Schick mir am besten eine kurze Beschreibung oder dein File, dann bekommst du innerhalb von 24 bis 48 Stunden ein Angebot.
Wie lange dauert ein Auftrag?
Das hängt stark vom Gerät und vom Umfang ab. Eine Lasergravur auf einem Anhänger ist oft in wenigen Sekunden bis Minuten fertig, ein 3D-Druck kann je nach Größe zwischen 30 Minuten und mehreren Tagen brauchen. Sobald ich dein Projekt gesehen habe, gebe ich dir eine realistische Zeiteinschätzung. Express geht oft, frag einfach nach.
Welche Dateiformate kann ich dir schicken?
Für 3D-Drucke nehme ich am liebsten STL, 3MF oder STEP. Für Laserarbeiten und Plotterschnitte sind Vektorformate ideal: SVG, DXF, AI oder PDF. Für Gravuren funktionieren auch hochauflösende Pixelbilder (PNG, JPG), je sauberer das Ausgangsmaterial, desto besser das Ergebnis. Wenn du gar keine Datei hast, ist das auch kein Problem (siehe nächste Frage).
Ich habe keine Druckdatei, kannst du das Design auch erstellen?
Ja, das ist Teil meiner Arbeit. Ich kann von einer groben Skizze, einem Foto oder einer Idee ausgehen und daraus eine produktionsfertige Datei machen. Designarbeit wird nach Aufwand abgerechnet, meistens auf Stundenbasis oder als Pauschale. Bei kleineren Anpassungen (Logo skalieren, Text einsetzen) ist das oft schon im Auftragspreis drin.
Kann ich eigenes Material mitbringen?
Grundsätzlich ja, mit ein paar Einschränkungen. Beim Lasern gibt es Materialien, die ich aus Sicherheitsgründen nicht bearbeite (z.B. PVC, Vinylchlorid-haltige Stoffe, manche beschichteten Materialien), weil dabei giftige Gase entstehen. Beim 3D-Druck nehme ich nur Filamente, die zur jeweiligen Maschine passen. Frag vorher kurz nach, dann sage ich dir, ob dein Material funktioniert.
Wer wählt das Material aus?
Wenn du eine klare Vorstellung hast, halten wir uns daran. Wenn nicht, schlage ich dir basierend auf Anwendungszweck, Optik und Budget passende Materialien vor. Beispiel: Für ein robustes Outdoor-Bauteil empfehle ich eher PETG als PLA, für ein Geschenk mit edler Optik vielleicht Walnuss statt Sperrholz.
Gibt es eine Mindestbestellmenge?
Nein. Auch ein einzelnes Teil ist okay. Bei sehr kleinen Stückpreisen kann eine Einrichtungspauschale dazukommen, weil das Vorbereiten (Datei prüfen, Maschine einrichten, Testlauf) genauso lange dauert wie bei einer Serie. Ab einer gewissen Stückzahl gibt es Mengenrabatt, einfach fragen.
Wie läuft die Lieferung?
Du kannst zwischen Versand (DHL oder Hermes innerhalb Deutschlands, EU auf Anfrage) und Selbstabholung wählen. Für Kunden im näheren Umkreis biete ich auch persönliche Übergabe an, das macht vor allem bei empfindlichen oder größeren Teilen Sinn.
Wie sieht es mit Datenschutz und Designs aus?
Deine Dateien und Ideen behandle ich vertraulich. Ich nutze sie ausschließlich für deinen Auftrag, gebe sie nicht weiter und veröffentliche keine Bilder ohne deine Zustimmung. Wenn du eine NDA willst, unterzeichne ich die gerne. Urheberrechte bleiben selbstverständlich bei dir.
Machst du auch Reparaturen oder Ersatzteile?
Ja, vor allem im 3D-Druck. Gebrochener Plastikclip, verlorenes Bauteil, Kleinteil aus einem alten Gerät: oft kann ich das nachbauen, wenn du mir das kaputte Original zeigst (Foto, Maße oder das Teil selbst). Bei Lasergravuren ist das Nachgravieren beschädigter Stücke ebenfalls möglich, das hängt aber stark vom Material ab.
Bietest du nur Produktion oder auch Beratung an?
Beides. Wenn du selbst eine Maschine anschaffen willst und dir unsicher bist, was zu deinem Anwendungsfall passt, oder wenn du Hilfe bei einem laufenden Projekt brauchst, kannst du mich auch stundenweise als Berater buchen.
Wie bezahle ich?
Überweisung, PayPal oder bei persönlicher Übergabe auch bar. Bei Erstaufträgen über einer gewissen Summe bitte ich um eine Anzahlung von etwa 30 bis 50 Prozent, der Rest ist bei Lieferung fällig. Du bekommst eine ordentliche Rechnung.

Bambu Lab A1 Mini (3D-Druck)

Mein kompakter FDM-Drucker. Klein, leise, schnell und überraschend präzise. Perfekt für Prototypen, Ersatzteile, Gadgets und kleinere Serien. Weil er tragbar ist, kann ich ihn auch zu Workshops oder Kundenterminen mitnehmen.

Wie groß darf mein Druckteil maximal sein?
Der Bauraum liegt bei 180 x 180 x 180 mm. Das reicht für die meisten Alltagsprojekte. Größere Teile lassen sich oft splitten und nachher zusammensetzen (kleben, schrauben, stecken), das plane ich beim Slicen direkt mit.
Welche Materialien kann der A1 Mini drucken?
Alles, was keine geschlossene, beheizte Druckkammer braucht. Konkret: PLA (das Standardmaterial), PETG (zäher und temperaturbeständiger), TPU (flexibel, gummiartig) sowie Stützmaterialien wie PVA. Materialien wie ABS, ASA, PC oder Nylon sind wegen des offenen Aufbaus nicht sinnvoll, dafür habe ich andere Lösungen oder vermittle weiter.
Wie genau druckt das Ding?
Standard-Schichthöhe ist 0,2 mm, fein geht bis 0,08 mm. Die Düse hat 0,4 mm Durchmesser (Standard), kompatibel sind auch 0,2, 0,6 und 0,8 mm Düsen, je nach Detailgrad oder Geschwindigkeit. Auto-Kalibrierung läuft vor jedem Druck: Vibrationskompensation, Belt-Tension, Pressure Advance, alles automatisch.
Wie schnell druckt der A1 Mini?
Maximale Druckgeschwindigkeit liegt laut Hersteller bei 500 mm/s, mit Beschleunigungen bis 10.000 mm/s². In der Praxis fahre ich für saubere Ergebnisse meistens 200 bis 300 mm/s, das ist immer noch deutlich flotter als ältere Drucker und liefert eine bessere Oberfläche.
Mehrfarbig drucken, geht das?
Ja. Mit dem AMS lite (das ist Bambus Multi-Material-System für die A1-Serie) kann der Drucker bis zu vier Farben oder Materialien in einem Druck kombinieren. Ideal für Logos, kontrastreiche Modelle oder mehrteilige Designs in einem Stück. Pro zusätzliche Farbe steigt die Druckzeit etwas, weil das Filament gewechselt werden muss.
Sind die Drucke lebensmittelecht?
Ehrliche Antwort: nein, nicht zuverlässig. FDM-Drucke haben mikroskopische Rillen zwischen den Schichten, in denen sich Bakterien festsetzen können. Auch sogenanntes „food safe" PLA ist durch den Druckprozess (Düse aus Edelstahl, evtl. Rückstände) nicht garantiert sicher. Für einmaligen Gebrauch oder als Form ist es okay, für Trinkbecher und Co. empfehle ich es nicht.
Hält PLA draußen oder im Auto?
PLA wird ab etwa 50 bis 60 °C weich, im Sommer im geparkten Auto reicht das schon für Verformungen. Für Outdoor oder warme Umgebungen nutze ich lieber PETG (bis ca. 70 bis 80 °C stabil und UV-beständiger) oder spezielle Outdoor-Filamente. Sag mir den Einsatzzweck, dann wähle ich passend.
Wie laut ist der Drucker?
Bambu gibt etwa 49 dB an, das entspricht ungefähr einer leisen Bibliothek oder einem ruhigen Kühlschrank. Für einen Drucker dieser Geschwindigkeitsklasse wirklich angenehm, man kann sich daneben unterhalten.
Welche Software nutzt du fürs Slicen?
Hauptsächlich Bambu Studio, alternativ Orca Slicer. Beide spucken die Daten aus, die der Drucker frisst. Wenn du selbst sliced hast und mir eine 3MF schickst, kann ich die Einstellungen direkt übernehmen.
Was schickt man als Datei am besten?
STL ist der Klassiker und funktioniert immer. STEP ist noch besser, weil es CAD-Daten verlustfrei mitbringt (gut, wenn ich noch was anpassen muss). 3MF ist das modernste Format und kann auch Farben und Druckeinstellungen mitliefern.
Was kostet so ein Druck ungefähr?
Sehr abhängig vom Materialverbrauch und der Druckzeit. Ein kleiner Schlüsselanhänger ist im niedrigen einstelligen Bereich, ein mittelgroßes Funktionsteil liegt oft zwischen 10 und 30 Euro, große oder komplexe Sachen entsprechend mehr. Ich rechne transparent: Material plus Maschinenzeit plus ggf. Nachbearbeitung.
Kann ich beim Drucken zuschauen oder live dabei sein?
Ja, das geht. Weil der A1 Mini kompakt und mobil ist, nehme ich ihn auch zu Workshops, Events oder Kundenterminen mit. Steckdose und WLAN reichen, der Rest läuft per Bambu Handy App und Cloud.
Wie viel Strom verbraucht der Drucker?
Im Druck im Schnitt rund 90 bis 100 Watt, im Standby nur etwa 7 bis 9 Watt. Auf einen langen Druckjob gerechnet sind das wenige Cent Stromkosten, das fließt nicht spürbar in die Auftragskalkulation ein.

xTool F2 (tragbarer Dual-Laser)

Mein mobiler Laser für unterwegs. Zwei Laserquellen in einem kleinen Gehäuse: ein 15 W Diodenlaser für organische Materialien wie Holz, Leder oder Acryl, und ein 5 W Faserlaser (1064 nm Infrarot) speziell für Metalle. Galvo-System statt klassischer Achsenmechanik, das macht ihn extrem schnell. Wichtig: Ich nutze die F2, nicht die ältere F1.

Was ist der Unterschied zwischen den zwei Lasern?
Der 15 W Diodenlaser (455 nm, blaues Licht) ist für nicht-metallische Sachen gedacht: Holz, Sperrholz, Leder, blickdichtes Acryl, Papier, Karton, Stoff, Stein, Schiefer, Gummi. Der 5 W IR-Laser (1064 nm Infrarot, also ein echter Faserlaser) ist auf Metalle und einige Kunststoffe spezialisiert: Edelstahl, Aluminium (auch eloxiert), Messing, Kupfer, Titan, Gold, Silber, vergoldet, beschichtete Metalle. In der Software wechsle ich nahtlos zwischen beiden, ohne irgendwas umzubauen.
Was kann der Laser konkret machen?
Vor allem gravieren und markieren: Logos, Schriftzüge, Seriennummern, QR-Codes, Bilder, Muster. Schneiden geht mit dem Diodenlaser auch, je nach Material bis zu 15 mm Pappelsperrholz oder 12 mm Acryl (mehrere Durchgänge). Metalle kann der F2 markieren und gravieren, aber nicht durchschneiden, dafür reicht die Leistung nicht aus.
Wie groß darf das Werkstück sein?
Der Standard-Arbeitsbereich ist 115 x 115 mm. Mit der Slide Extension (Schiene, die das Werkstück automatisch weiterschiebt) erweitert sich das auf 400 x 115 mm, perfekt für Lineale, lange Schilder oder Stapelware. Die maximale Bauteilhöhe liegt bei 120 mm, weil ich die Bodenplatte abnehmen und den Laser auch direkt auf größere Objekte stellen kann.
Wie schnell graviert die Maschine?
Bis zu 6.000 mm/s. Das ist ein Galvo-System, also keine Achsen, die einen Schreibkopf bewegen, sondern Spiegel, die den Laserstrahl ablenken. In der Praxis heißt das: eine kleine Visitenkartengravur dauert wenige Sekunden, ein Schlüsselanhänger ist in unter einer Minute fertig. Dadurch lohnen sich auch Kleinstmengen wirtschaftlich.
Kann der F2 auf Metall gravieren, ohne Spray oder Vorbehandlung?
Ja. Der 5 W Faserlaser packt Edelstahl, Aluminium, Messing, Kupfer, Titan, vergoldete und versilberte Teile direkt, ohne Markierungsspray. Das ist einer der Hauptgründe, warum ich genau dieses Modell nutze: deutlich sauberer, schneller und kein klebriger Sprühnebel auf dem Werkstück.
Geht auch farbige Gravur auf Metall?
Auf bestimmten Metallen ja, vor allem auf Edelstahl, Titan und teilweise Kupfer. Durch unterschiedliche Laserparameter (Leistung, Frequenz, Geschwindigkeit) entstehen Anlauffarben in der Oberfläche, das ergibt mehrfarbige Gravuren ohne Tinte oder Lack. Funktioniert nicht auf jedem Material, vorab kurz testen.
Welche Materialien gehen NICHT?
PVC und alles, was Chlor enthält, ist tabu (giftige Gase, schädigt das Gerät). Hochreflektierende Metalle wie poliertes Aluminium oder Spiegel sind tricky, weil das Licht zurückgeworfen wird. Klares Acryl funktioniert nur bedingt, blickdichtes oder dunkles Acryl dafür sehr gut. Bei unklaren Materialien teste ich vorher an einem Reststück.
Wie genau wird positioniert?
Über eine eingebaute 50 MP Kamera mit Autofokus. Sie zeigt das Werkstück live in der Software, ich lege das Design exakt drauf, Genauigkeit etwa 0,1 mm. Heißt: Wenn du mir einen fertigen Anhänger schickst und das Logo soll mittig drauf, sitzt das ohne Trial-and-Error.
Welche Software wird genutzt? Geht Lightburn?
xTool Studio (früher XCS) ist die offizielle Software. Lightburn wird von der F2 derzeit nicht unterstützt, das ist eine bewusste Entscheidung des Herstellers. Für dich als Auftraggeber ist das egal, ich nehme deine Datei in praktisch jedem gängigen Format und kümmere mich um den Rest.
Kann der Laser auf runden Objekten arbeiten (Becher, Tumbler, Ringe)?
Ja. Mit dem RA2 Pro Drehaufsatz lassen sich Tumbler, Trinkbecher, Weingläser, Ringe, Bälle und ähnliche zylindrische oder kugelige Objekte rundum gravieren. Vier Modi: Roller (für lange Zylinder), Chuck (für unregelmäßige Becher mit Henkel), Kugel und Ringaufsatz.
Ist das Gerät sicher? Brauche ich eine Schutzbrille, wenn ich danebenstehe?
Die F2 ist offiziell ein Klasse-4-Lasergerät, hat aber ein geschlossenes Gehäuse mit Sicherheitsverriegelung. Solange der Deckel zu ist und der Laser drinnen arbeitet, entstehen Klasse-1-Bedingungen, das ist für Zuschauer ungefährlich. Wird die Maschine im offenen Modus (z.B. auf großen Werkstücken direkt aufgesetzt) betrieben, trage ich Schutzbrille (445 nm und 1064 nm) und halte einen Sicherheitsabstand ein.
Riecht das oder qualmt es?
Beim Lasern entstehen je nach Material Rauch und Geruch (Holz riecht nach Lagerfeuer, Acryl etwas süßlich-stechend). Ich nutze einen Luftreiniger mit Aktivkohlefilter und sorge für Belüftung. Bei sensiblen Innenräumen kläre ich das vorher mit dir ab.
Kann der F2 mobil betrieben werden?
Ja, das ist einer der Hauptgründe, warum ich genau dieses Modell habe. Mit etwa 4,6 kg und kompakten Maßen (rund 175 x 235 x 334 mm) passt er in einen Rucksack oder Trolley. Strombedarf liegt bei rund 150 W, eine normale Steckdose reicht. Damit kann ich vor Ort gravieren, etwa für Live-Personalisierung von Kundenartikeln.
Welche Dateiformate funktionieren am besten?
Vektoren (SVG, DXF, AI, PDF) sind ideal, weil sie verlustfrei skalieren und saubere Konturen liefern. Für Fotogravuren auch hochauflösende PNG oder JPG. BMP geht ebenfalls. Je sauberer die Vorlage, desto besser das Ergebnis: Strichstärke, Kontrast und Auflösung machen viel aus.

xTool M1 (Hybrid: Laser + Schneideklinge)

Mein Hybridgerät. Kombiniert einen 10 W Diodenlaser mit einer austauschbaren Schneideklinge in einem geschlossenen Gehäuse. Heißt: gravieren, schneiden mit dem Laser oder konturschneiden mit der Klinge (so wie ein Cricut), ohne die Maschine zu wechseln. Klasse-1-Sicherheit, also Deckel zu, Laser läuft, ungefährlich.

Was kann das Gerät genau, kurz erklärt?
Drei Funktionen in einem: Laser graviert (Bilder, Schriften, Logos in Holz, Leder, Acryl, dunkle Stoffe, beschichtete Metalle und mehr), Laser schneidet (Holz bis ca. 8 mm, Acryl, MDF), und die Klinge schneidet weiche Materialien wie Vinyl, Papier, Karton oder dünnes Leder ohne Brandkanten. Praktisch z.B. für T-Shirt-Folien, Aufkleber, Karten oder Schablonen.
Wann benutzt du den Laser, wann die Klinge?
Faustregel: Laser für alles, was eine permanente Markierung oder einen sauberen Schnitt in festeren Materialien braucht (Holz, Acryl, Leder gravieren). Klinge für dünne, weiche Materialien, die der Laser entweder verbrennen würde, verfärben (z.B. Vinyl wegen der Chloridanteile) oder bei denen ein nicht-thermischer Schnitt schöner aussieht. Bei Mischprojekten lassen sich beide kombinieren.
Wie groß ist der Arbeitsbereich?
Für den Laser stehen 385 x 300 mm zur Verfügung, für die Klinge 365 x 300 mm. Damit decke ich problemlos A4 plus etwas Reserve ab. Mit der abnehmbaren Bodenplatte kann ich auch höhere Objekte direkt drunterstellen.
Welche Materialien gehen mit dem Laser?
Holz und Sperrholz, MDF, blickdichtes Acryl (kein klares), Leder, Pappe, Filz, Stoff, dunkle Textilien, Stein, Schiefer, Marmor, Keramik, Gummi, manche Kunststoffe (gravieren, nicht schneiden). Beim Markieren auf beschichteten Metallen, eloxiertem Aluminium und Edelstahl klappt es ebenfalls. Was nicht geht: PVC, Vinyl, blanke unbeschichtete Metalle, klares Acryl (das Licht geht durch).
Welche Materialien gehen mit der Klinge?
Selbstklebende Folie (Vinyl, auch Flockfolie/HTV für Textilien), Papier, Tonkarton, Magnetfolie, dünnes PU-Leder, Filz, manche Stoffe. Maximale Materialdicke liegt bei rund 1 mm, abhängig vom Material. Schwerere oder härtere Sachen sind ein Job für den Laser.
Wie genau und wie schnell ist das?
Gravurgenauigkeit liegt bei 0,01 mm, der Laserspot bei 0,08 x 0,08 mm. Maximale Gravurgeschwindigkeit etwa 250 mm/s. Das ist langsamer als der F2, dafür kann der M1 wesentlich größere Objekte verarbeiten und kombiniert eben Laser plus Klinge.
Können auch Becher oder Tumbler graviert werden?
Ja, mit dem RA2 Pro Drehaufsatz und einem Riser (Höhenadapter) kann ich zylindrische Objekte rundum gravieren. Edelstahl-Tumbler mit Pulverbeschichtung sind ein Klassiker, Weingläser, Wasserflaschen, Holzstäbe und ähnliches geht auch.
Wie ist das mit der Sicherheit, ist der Laser gefährlich?
Der M1 ist Klasse 1, also so eingestuft wie ein DVD-Spieler: bei normalem Betrieb (Deckel zu) keine Gefahr. Der Deckel filtert das blaue Laserlicht und schaltet die Maschine bei Öffnung sofort ab. Eine Schutzbrille ist im Normalbetrieb nicht nötig.
Welche Dateien soll ich schicken?
Vektoren bevorzugt: SVG, DXF, AI, PDF. Für reine Bildgravuren auch PNG oder JPG mit ordentlicher Auflösung. Wichtig bei Klingenschnitten: saubere geschlossene Konturen, sonst weiß die Maschine nicht, wo geschnitten werden soll.
Kann ich Bilder und Fotos auf Holz oder Leder gravieren lassen?
Ja, das ist eine der Lieblingsanwendungen für den M1. Wichtig ist ein kontrastreiches Foto in hoher Auflösung. Schwarzweiß-Konvertierung und Dithering mache ich in der Software. Auf hellem Holz (Birke, Pappel) und glattem Leder kommt das richtig gut raus.
Wie wird positioniert, schneidet das einfach blind drauflos?
Eine 16 MP Weitwinkelkamera fotografiert den Arbeitsbereich, in der Software (xTool Creative Space, kurz XCS) lege ich das Design pixelgenau auf das eingelegte Material. Heißt: Selbst auf einem unregelmäßig geschnittenen Holzstück landet die Gravur exakt da, wo sie soll. Auch Batch-Verarbeitung (mehrere gleiche Teile gleichzeitig) ist damit kein Problem.
Wie laut und qualmt das Ding?
Lüftergeräusch und Schrittmotoren sind hörbar, aber im normalen Bereich, kein Vergleich zu einem CO2-Laser oder einer Fräse. Beim Gravieren entsteht je nach Material Rauch und Geruch (Holz riecht nach Lagerfeuer), dafür nutze ich einen externen Abluftschlauch oder einen Luftreiniger mit Aktivkohle.
Welche Software steckt dahinter?
xTool Creative Space (XCS), die hauseigene Software des Herstellers. Lightburn wird vom M1 nicht unterstützt. Für dich heißt das wieder: keine Sorge, ich kümmere mich. Du schickst die Datei in einem gängigen Format und ich konvertiere bei Bedarf.
Was ist der typische Anwendungsfall, wofür eignet sich der M1 besonders?
Personalisierte Geschenke (Holzschilder, Lederbeutel, Holzkisten mit Gravur), Verpackungsdesigns, Hochzeitspapeterie (Einladungen lasergeschnitten plus Vinyl-Aufkleber dazu), kleine Serien für Etsy-Shops, Modellbau, Bastelvorlagen, Schablonen. Eben der Bereich, in dem man sowohl Laser als auch klassische Plotterfunktion gebrauchen kann.